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Tipps für den Aktienkauf – hilfreiche Hinweise und Ratschläge

Anfänger sind im Zusammenhang mit dem Aktienkauf dankbar über Tipps, erfahrener Trader, die dabei helfen können, Fehler zu vermeiden.

Tipps für den Aktienkauf – hilfreiche Hinweise und Ratschläge

Insbesondere Anfänger sind im Zusammenhang mit dem Aktienhandel dankbar über Tipps, Ratschläge und Empfehlungen erfahrener Trader, die dabei helfen können, Fehler zu vermeiden. Aus dem Grunde möchten wir im Folgenden einige interessante Tipps nennen, die im Zusammenhang mit den Aktienkauf stehen. Wer zumindest einige dieser Ratschläge beherzigt, hat eine gute Chance, dadurch sogar im besten Fall seine Gesamtrendite zu optimieren oder Verluste in Grenzen zu halten.

Lesetipp: Gerade für Neueinsteiger gibt es beim Aktienhandel zahlreiche offene Fragen und Punkte zu beachten, die hilfreich sind.

Tipp 1: Vor dem Depot eröffnen Angebote vergleichen

Noch immer ist es nicht selbstverständlich, dass vor der Eröffnung eines Wertpapierdepots die Angebote miteinander verglichen werden. Einerseits blättern viele Millionen Verbraucher zwar Woche für Woche die Sonderangebote in den Prospekten der Discounter und Kaufhäuser durch. Auf der anderen Seite nehmen sie jedoch oft keinen Vergleich bei Angeboten aus dem Finanzbereich vor. Dabei kann der Vergleich dabei helfen, Kosten einzusparen und somit letztendlich für eine höhere Rendite zu sorgen. Der erste Tipp lautet daher, dass Sie die Depotangebote miteinander vergleichen. Dabei sollten Sie vor allem auf die folgenden Konditionen achten:

  1. Depotgebühren
  2. Ordergebühren / Transaktionskosten
  3. Sonstige Entgelte

Ein besonderes Augenmerk sollte auf den Ordergebühren liegen, denn für gewöhnlich fallen diese sogar schwerer ins Gewicht als die Depotgebühren, zumal einige Banken und Broker kostenfreie Wertpapierdepots im Angebot haben.

Tipp 2: Anlegerprofil bestimmen

Viele Anleger investieren erstmals in Aktien, ohne zu wissen, welche Wertpapiere eigentlich zur eigenen Strategie und zum Anlegerprofil passen. Dabei ist es für eine möglichst optimale Auswahl an Aktien von entscheidender Bedeutung, die eigenen Erwartungen an Sicherheit, Flexibilität und Rendite zu kennen. Hilfreich ist eine Einordnung in Anlegergruppen, die so zum Beispiel von Fonds und zahlreichen Vermögensverwaltungen vorgenommen werden. Dort können Anleger bezüglich des Anlegertyps den folgenden drei Gruppen zugeordnet werden:

  • Sicherheitsorientiert
  • Ertragsorientiert
  • Chancenorientiert

Würden Sie sich als sicherheitsorientierten Anleger einschätzen, sollten Sie bei der Auswahl an Aktien vor allem auf Standardwerte achten, wie zum Beispiel auf DAX-Aktien. Möchten Sie hingegen einerseits eine gute Sicherheit, andererseits aber auch einen zumindest durchschnittlichen Ertrag erzielen, ist eine gute Mischung zwischen Standard- und Nebenwerten von Vorteil. Der chancenorientierte Anleger hingegen ist risikofreudig und sollte daher bei der Auswahl vor allem auf hohes Kurspotenzial achten, was in erster Linie bei Nebenwerten anzutreffen ist.

Tipp 3: Aktien analysieren

Vor dem Aktienkauf sollte stets die Analyse der Wertpapiere stehen. Dabei geht es darum, zum Beispiel anhand von Kennzahlen festzustellen, ob die Aktien anhand ihres momentanen Börsenkurses eher über- oder unterbewertet ist. In dem Zusammenhang gibt es zahlreiche Kennzahlen, die im Zuge der Fundamentalanalyse analysiert werden können.

Eine zweite Hauptanalyse ist die Chartanalyse, auch als technische Analyse bezeichnet. In dem Fall betrachten Sie sich die Kursverläufe der Aktie in der Historie, um möglichst die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Entwicklungen zu identifizieren. Es geht dabei insbesondere um das Erkennen von Handelssignalen, wann also ein guter Kauf- oder Verkaufszeitpunkt ist. Hilfreich bei der Analyse sind vor allem Börsensendungen im TV, spezielle Webseiten oder auch Newsletter, die generell zum Aktienmarkt und zu bestimmten Wertpapieren informieren.

Tipp 4: Informationen zu den Märkten einholen

Damit sind wir auch bereits beim vierten Tipp, nämlich generell möglichst viele Informationen einzuholen. Dabei geht es nicht nur um die Analyse einzelner Aktien, sondern Sie sollten stets die Gesamtsituation an den Märkten im Auge behalten. Würden die Kapitalmarktzinsen beispielsweise wieder ansteigen, was aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich ist, führte dies in der Vergangenheit häufig zu einem eher schwächeren Aktienmarkt. Darüber hinaus ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stets ein wichtiger Faktor, die auch auf die Entwicklung der Aktienkurse Einfluss haben kann. Die Informationen lassen sich unter anderem in bestimmten Kennzahlen ablesen, wie zum Beispiel:

  • Wirtschaftswachstum
  • Inflationsrate
  • Arbeitslosenzahl
  • News zu Branchen

Tipp 5: Kapital auf mehrere Aktienwerte verteilen und diversifizieren

Ein weiterer wichtiger Tipp beim Aktienhandel besteht darin, dass Sie Ihr Kapital möglichst diversifizieren. Mit Diversifikation ist gemeint, dass Sie beispielsweise nicht 20.000 Euro in nur einen Aktienwert anlegen, sondern das Geld zum Beispiel auf vier unterschiedliche Aktienwerte mit jeweils 5.000 Euro verteilen. Durch die Diversifikation sinkt das Gesamtrisiko, denn eine eventuelle Kursschwäche eines Wertes wirkt sich nicht so negativ auf die Gesamtperformance aus, als wenn es sich dabei um die einzige Aktie handeln würde, die Sie in Ihrem Wertpapierdepot haben.

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Tipp 6: Börslicher oder ausserbörslicher Aktienkauf?

In diesem Fall handelt es sich nicht unbedingt um einen echten Tipp, sondern mehr um eine Anregung. Grundsätzlich können Sie die allermeisten Aktien entweder an der Börse oder ausserbörslich, beim sogenannten OTC-Handel, kaufen oder verkaufen. Der Unterschied ist allerdings meistens minimal. Beim ausserbörslichen Handel entfallen einerseits die Börsenplatzentgelte, dafür sind die aktuellen Kurse allerdings nicht selten etwas höher als an der offiziellen Wertpapierbörse. Dafür wiederum gilt der OTC-Handel als besonders liquide, sodass Sie manchmal dort Aktien kaufen und verkaufen können, für die es an der Börse gerade keinen Kurs gibt. Es gibt also tatsächlich ein Für und Wider, sodass Sie im Einzelfall abwägen sollten, ob der börsliche oder ausserbörslichen Handel für Sie die bessere Option ist.

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Tipp 7: Den richtigen Zeitpunkt zum Handel erkennen

Bei einem Investment in Aktien, aber auch beim Verkauf bestehender Positionen, ist es natürlich der Wunsch eines jeden Anlegers, den optimalen Zeitpunkt zu finden. In der Praxis ist das jedoch selten möglich und oft mit etwas Glück verbunden. Dennoch sollten Sie als Tipp im Hinterkopf behalten, dass Sie zumindest versuchen, einen möglichst guten Zeitpunkt zum Kauf oder Verkauf der Wertpapiere zu finden. Dazu können beispielsweise einige Börsenweisheiten helfen, wie zum Beispiel: „Never catch a falling knife“. Übersetzt bedeutet das, dass man nicht in ein fallendes Messer greifen soll. Gemeint ist damit im übertragenen Sinne, dass es in der Vergangenheit meistens eher kontraproduktiv war, Aktien zu erwerben, wenn diese schon seit einiger Zeit mit den entsprechenden Kursen ausschliesslich fallen.

Der Aktienkauf als solcher

Nicht nur vor dem Aktienkauf gibt es interessante Tipps und Ratschläge, sondern auch ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie tatsächlich die erste Order erteilen. Dazu möchten wir Ihnen noch einige, weitere Hinweise geben.

Tipp 8: Geben Sie ein Limit vor

In den meisten Fällen ist es sinnvoll, beim Aktienkauf im entsprechenden Auftrag ein Limit vorzugehen. Dies gilt sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf. Das Limit sorgt dafür, dass Sie beim Handel keine bösen Überraschungen erleben, weil der Kurs vielleicht gerade zu dem Kauf- oder Verkaufszeitpunkt einen grossen Sprung in die eine oder andere Richtung macht. Der kleine Nachteil eines Limits besteht allerdings darin, dass der Auftrag eventuell mangels passender Gegenorder nicht ausgeführt werden kann. Dies ist bei einem „bestens“ bzw. „billigst“ an die Börse gegebenen Auftrag, also bei einer unlimitierten Order, hingegen eher unwahrscheinlich.

Tipp 9: Erteilen Sie eine Stop-Loss Order

Für Bestandspositionen ist es ein interessanter Tipp, eine sogenanntes Stop-Loss Order zu erteilen. Damit verhindern Sie nämlich, dass Sie mit einer Aktienposition hohe Verluste erleiden. Die Stop-Loss Order führt dazu, dass Banken oder Broker automatisch einen Verkauf der Aktien vornehmen, falls ein von Ihnen festgelegter Kurs erreicht wird. Der weiterer Vorteil ist, dass Sie aufgrund der automatischen Order Ihre Position nicht stetig überwachen müssen und so keine Gefahr eingehen, vielleicht einen zu starken Kursrutsch zu verpassen.

Tipp 10: überprüfen Sie Ihr Depot regelmässig

Nach dem Aktienkauf ist es vorteilhaft, regelmässig einen sogenannten Depotcheck durchzuführen. Damit ist nichts anderes gemeint, als dass Sie sich in regelmässigen Abständen Ihre Positionen betrachten und analysieren, ob Sie mit den entsprechenden Wertpapieren Gewinne oder Verluste verbuchen. Manchmal macht es Sinn, Aktien zu tauschen oder in zusätzliche Wertpapiere zu investieren. Der Depotcheck beinhaltet also vor allem, dass Sie sich bezüglich der Kurse und entsprechenden Aktien unter Einbezug eventueller Neuigkeiten auf dem Laufenden halten, damit Sie – falls nötig – entsprechend reagieren können.

Tipp 11: Setzen Sie sich ein eigenes Limit

Gier ist bekanntlich eine der grössten Schwächen der Menschen und auch an der Börse nicht selten vertreten. Daher lautet unser letzter Tipp zum Thema Aktienhandel, dass Sie sich möglichst selbst eine Art Limit setzen, bei welchem erzielten Gewinn Sie die Wertpapiere wieder veräussern. Dann kommen Sie nicht in die Versuchung, auf immer weiter steigende Kurse zu hoffen und dann vielleicht einen Kursverlust erleiden zu müssen.

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